„Auf ein Wort mit Minister Oliver Krischer“ war der Titel der Veranstaltung des Unternehmensverbands Ratingen am 27. April 2026. Rund 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Wirtschaft, Verwaltung und Politik folgten der Einladung in die Räumlichkeiten von DKV Mobility, um sich über aktuelle Entwicklungen in der Verkehrspolitik auszutauschen.
Nach der Begrüßung durch den UVR-Vorsitzenden Olaf Tünkers und einem Einblick in die Aktivitäten von DKV Mobility durch Jesper Erichsen (CTOO) stand der Austausch mit dem nordrhein-westfälischen Verkehrsminister Oliver Krischer im Mittelpunkt.
Ein zentrales Thema war der Lückenschluss der A44. Krischer stellte klar, dass die Finanzierung gesichert sei und der Umsetzung nichts Grundsätzliches mehr im Wege stehe. Damit gehe eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte der Region in die entscheidende Phase und verspreche eine spürbare Entlastung für den Verkehr.
Auch die Reaktivierung der Ratinger Westbahnstrecke wurde intensiv diskutiert. Der Minister betonte, dass das Projekt vom Land unterstützt wird und über ein gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis verfügt. Auf die Frage von Bürgermeister Patrick Anders nach dem Zeithorizont deutete Krischer an, dass eine Perspektive im Bereich von etwa fünf Jahren möglich sein könnte.
Gleichzeitig wurde deutlich, dass die Umsetzung von Infrastrukturprojekten weiterhin herausfordernd bleibt. Neben komplexen Planungsverfahren sind insbesondere begrenzte personelle Kapazitäten ein entscheidender Faktor. In diesem Zusammenhang wurde auch erörtert, Projekte teilweise von der DB InfraGO auf die Landesebene zu verlagern, um Prozesse zu beschleunigen.
Ihren Ausklang fand die Veranstaltung bei einem Get Together mit Imbiss. Dabei vertieften Minister Krischer und Bürgermeister Anders den Austausch mit dem Ziel, zentrale Infrastrukturthemen gemeinsam weiter voranzubringen.
Foto: Achim Blazy