Im Rahmen unseres UVR-SommerSpecials erhielten die Teilnehmer bei einer Betriebsbesichtigung der Lintorfer Eisengießerei GmbH Einblicke in einen traditionsreichen Ratinger Industriebetrieb. Geleitet wurde der Rundgang von Geschäftsführer Gunnar Jentsch, der den Gästen die verschiedenen Bereiche der Gießerei und die Produktionsabläufe erläuterte.
Die Lintorfer Eisengießerei ist Teil der international agierenden DiHAG Integrated Foundry Group und blickt auf eine über 100-jährige Geschichte zurück. Das 1909 gegründete Unternehmen spezialisierte sich ab den 1960er-Jahren auf die Herstellung von Kokillen und Kokillenzubehör für Stahlwerke. Heute fertigt die Gießerei unter anderem Walzblock-, Schmiedeblock-, Brammen- und Rundkokillen.
Beim Rundgang konnten die Besucher den Weg vom flüssigen Eisen bis zum fertigen Produkt nachvollziehen. Besonders eindrucksvoll war der Einblick in die Schmelzerei mit den beiden Induktionsöfen. Der größere Ofen verfügt über eine Kapazität von 32 Tonnen und ist das zentrale Aggregat der Produktion. Jentsch erläuterte außerdem den Formen- und Kernbau, den Gießvorgang sowie die anschließende Bearbeitung der Gussteile. Dabei wurde deutlich, wie individuell die Produkte auf die Anforderungen der Kunden abgestimmt werden: Die Gießerei verfügt über einen Modellpark mit mehr als 1.000 unterschiedlichen Modelleinrichtungen.
Neben den technischen Abläufen gab Gunnar Jentsch auch Einblicke in einen Produktionsstandort mitten im Stadtgebiet. Hohe Energiekosten und effiziente Produktionsabläufe sind dabei ebenso wichtige Themen wie die jahrzehntelange Erfahrung und das technische Know-how der Mitarbeiter.
Die Betriebsbesichtigung bot den Teilnehmerinnen und Teilnehmern damit einen interessanten und unmittelbaren Einblick in die Arbeit der Lintorfer Eisengießerei und zeigte, wie aus flüssigem Eisen hochspezialisierte Produkte für die Stahlindustrie entstehen.
Foto: UVR
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